Indien
Hilfe zur Selbsthilfe.
Frau Mutter Emilie Dormann hatte lange Zeit nach einem Gebiet gesucht, um eine Mission zu errichten. 1927, nach einem Besuch von Bischof Pierre Rossillon aus Visakhapatnam in Luzern, zeichnete sich im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh eine Möglichkeit ab.

Aus 60 Schwestern, die sich für den Einsatz in Indien gemeldet hatten, wählte die Frau Mutter vier aus:
Sr. M. Francisca Feer, Sr. Käthe Müller, Sr. Marie Wicki und Sr. Elizabeth Affentranger. 1930 reisen acht weitere St. Anna-Schwestern nach Indien. Elf Mal wurden von Luzern aus Schwestern nach Indien entsandt.

Es waren nie mehr als 20 europäische Schwestern gleichzeitig in Indien tätig, es brauchte auch in der Schweiz einsatzfreudige Schwestern für die vielfältigen Aufgaben der Gemeinschaft.

Hand in Hand.
1939 meldeten sich die ersten drei Inderinnen, die der Gemeinschaft beitreten wollten, und ein Jahr später konnte das Spital für 30 Patienten in Vijavawada eröffnet werden.

Mit Weitblick und der finanziellen Unterstützung aus der Schweiz setzten die Schwestern beim Aufbau des Missionswerks auf drei Säulen: die Krankenpflege, die Bildung und das Sozialwesen.
1981 wurde die erste indische Regional-Oberin gewählt und 1984 nahm erstmals eine grössere Delegation indischer Schwestern mit Wahl- und Stimmrecht am Generalkapitel in der Schweiz teil. Um den Gemeinschaften Indien und Schweiz die unterschiedliche Entwicklung zu ermöglichen sind sie seit dem Jahr 2000 eigenständig und durch die Föderation St. Anna miteinander verbunden.