Geschichte
Vom St. Anna-Verein zur Gemeinschaft
Die Gemeinschaft wurde 1909 von Wilhelm Meyer, Regens am Priesterseminar Luzern, gegründet, „um die Not der damaligen Zeit zu lindern“. Mit seinem Freund, dem Nationalrat Hans von Matt aus Stans, fasste er den mutigen Entscheid, unter dem Namen „St. Anna-Verein“ eine eigene Organisation für die Pflege von Müttern und Kindern zu schaffen.

1911 wurde die Klinik „Schloss Bramberg“ auf Musegg gemietet. Und bereits 1918 konnte das neu erbaute Sanatorium St. Anna eröffnet werden. 1927 reisten die ersten vier St. Anna-Schwestern nach Indien in die Missionen und dehnten ihr Werk nach Ostafrika aus. Heute arbeiten rund 900 Schwestern in 60 Niederlassungen; in Spitälern, medizinischen Hilfszentren, Schulen, Heimen und in der Sozialarbeit.

Der zahlenmässige Rückgang der Schwestern in Luzern veranlasste sie, die eigenen Kliniken in Zürich, Lugano und Fribourg zu verkaufen – als letzte dann die Klinik St. Anna in Luzern im Jahr 2005.

Heute leben die meisten der rund 75 St. Anna-Schwestern im Mutterhaus an der Tivolistrasse in Luzern. Die Gemeinschaft führt das Pflegeheim St. Raphael, eine Kindertagesstätte sowie das Haus Hagar in Luzern. Weitere Schwestern arbeiten in der Klinik St. Anna Hirslanden, sind in der Seelsorge und Gassenarbeit, in Klöstern und Pfarrhaushalten und in der Gemeinschaft selber tätig.

Das neue Schwesternwohnheim Rosenhalde bietet Raum für kleiner und älter werdende Gemeinschaften. Die Gemeinschaft der St. Anna-Schwestern beschäftigt zudem rund 110 Angestellte.